Donnerstag, 03. Oktober 2013

COMPACT – Ausgabe 9/2013

compact magazin 9 2013

„Schon vor 1985 hatte Fischer in Bad Godesberg vor Tausenden Zuhörern erklärt, wer Deutschland wiedervereinigen wolle, der wolle so tun, als habe es Auschwitz nie gegeben. Der Missbrauch von Auschwitz zu schweinischen persönlichen Zielen – da war der US-affine Metzzgersohn Joseph [Joschka] Fischer wieder einmal bei einem anderen US-affinen Metzgersohn in die Lehre gegangen, bei seinem heimlichen Vorbild in Sachen Demagogie und Schnell-Reich-Werden, Franz Josef Strauß.“

Rolf Stolz, ehemaliges Grünen-Gründungsmitglied über die „Grünen Westextremisten“

Was?

„Wahlkampfzeit. Jetzt lügen sie uns wieder die Hucke voll“, so begrüßt Chefredakteur Jürgen Elsässer den Leser in den ersten Sätzen des Editorials. Klare Worte von Jemandem, der in den vergangenen 15 Jahren von konkret über die Junge Welt und Jungle World bis hin zum Neuen Deutschland in der Redaktion von so ziemlich jedem größeren deutschen Linksaußen-Blatt saß. Zuvor hat er sich als Stichwortgeber der Antideutschen einen Namen gemacht (als freizeitorientierter Arbeitnehmer erspare ich mir an diesem Feiertag der deutschen Geilheit einen entsprechenden Diskurs). Seit 2010 haut Elsässer seine eigene Zeitschrift im Kai Homilius Verlag raus.

Um diesen Verlag noch schnell vorzustellen seien hier stellvertretend und zugegebenermaßen ausgesucht reißerische Titel erwähnt und zwar Jan von Flockens Unser Tausendjähriges Reich („Politisch unkorrekte Streifzüge durch die Geschichte“) und die Mediendokumentation‚ Neues von der Euro-Mafia‘ von Holger Strom, der 1986 vor der Tschernobyl -Strahlenwolke nach Portugal geflohen ist und dort noch immer lebt.

Turnus

Monatlich

Auflage & Werbung & Erwerbsgeschichte & Preis

In den Mediadaten von COMPACT werden im Herbst 2013 bereits die vermuteten Heftverkäufe für Ende 2014 abgebildet. Das ist nicht unbedingt branchenüblich. COMPACT – das Magazin für den souveränen Werbetreibenden?

Auflage compact Magazin 2013

So genau schaue ich nicht immer hin. Allerdings hatte ich die Chance gehabt, in diesem Titel eine Anzeige für die Firma zu platzieren, in der ich tätig bin. Ich hatte erst nicht so richtig begriffen, was COMPACT eigentlich für ein Magazin war. Dachte mir, vielleicht so etwas wie die ostdeutsche konkret. Zumindest habe ich im Verlag angerufen und auch gleich Herrn Kai Homilius höchstpersönlich nach einem Ansichtsexemplar gefragt. Mit bestimmten Worten meinte Kai Homilius, ich solle „gefälligst“ an den Kiosk gehen und mir ein Exemplar kaufen. Da habe ich ihm gesagt, dass ich genau das nicht tun würde. Anders als die Verkaufsprognose des eigenen Titels in die Mediadaten zu schreiben, ist nämlich das Zusenden von Ansichtsexemplaren absolut branchenüblich. Allerdings bin ich dann zum nächsten Bahnhof gefahren, um 4,80 für die just erschienene COMPACT auf den Tisch zu legen.

Compact ist das englische Wort für Pakt und dazu und zu Herrn Homilius klarer Ansage fällt mir ein, was kürzlich John R. MacArthur für die aktuelle Ausgabe des von ihm herausgegebenen Harper’s Magazin schrieb:

„Warum muss ein Magazin voller Gedanken, Kritik und Reportagen als Verkaufsplattform zwischen Werbenden und Lesern dienen? Warum sollte Werbung überhaupt die wichtigste Einnahmequelle sein? Nicht, dass ich keine Werbung möchte oder keinen Respekt gegenüber den bei uns Werbenden hätte, denn manche von ihnen zeigen einen aufrichtigen Sinn für gesellschaftliche Belange. Wird nicht trotzdem der wichtige, der einzige sinnvolle Pakt zwischen dem Leser und dem Autor geschlossen oder bis zum gewissen Grad der zwischen dem Leser, dem Autor und dem Redakteur?“

Übrigens: Auch wenn der Pakt zwischen dem Leser und COMPACT anscheinend klappt, kam der Anzeigen-Deal zwischen meiner Firma und dem Kai Homilius Verlag nicht zustande.

Inhalt

So mancher mag denken: Wo Thilo Sarrazin und Bernd Lucke (Sprecher der Newcomer-Partei Alternative für Deutschland) interviewt werden, darf Hitler nicht fehlen. COMPACT tut uns diesen Gefallen: Im Artikel über das Verfälschen und Retuschieren von Fotos in der Berichterstattung und Propaganda des 20. Jahrhunderts ist er auf einer Aufnahme mit Leni Riefenstall im Garten zu sehen:

Goebbels retuschiert

In der zweiten Version des Bildes ist zwischen Leni und Adolf nicht mehr nur heiße Luft, sondern noch der Josef. Dem fehlen aber immer noch die Füße:

Goebbels mit Hitler

Das ist so ein Effekt wie in jenen Szenen im Film ‚Zurück in die Zukunft‘, in denen der zeitreisende Protagonist Martin McFly immer wieder den Schnappschuss von ihm und seiner Geschwister hervorzieht und bemerkt wie sie nach und nach langsam verschwinden, während er verzweifelt versucht in der Vergangenheit die Ehe seiner Eltern zu stiften, um so überhaupt die eigene Geburt sicher zu stellen. Ein ähnlicher Hirnfick wie Zeitreisefilme ist bisweilen auch die Lektüre von COMPACT.

Verdikt

Sven Job schrieb in seinem Weblog Voll auf die Presse in der Rezension der COMPACT vom Oktober 2012: „Compact ist nur der Einstieg. Dann folgen Galileo Mystery, die Mitgliedschaft bei den Rosenkreuzern und politisches Engagement.“

Die Ansicht sei hier nicht geteilt und so genau weiß ich auch nicht, ob Herr Job das gehässig meint. Aufrufe zu politischem Engagement sind auch nicht so recht auszumachen. Der Whistleblower wird permanent als Heldenfigur porträtiert. Und wenn Aufklärung der erste Schritt zur Revolution ist, dann erfüllt COMPACT wohl auch dieselbe Agitationskraft wie der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Erstmal geht es schließlich bei jedem politischen Engagement um den reinen Tisch auch wenn dabei etwas zu Boden klirrt.

Wer uns aber nun am meisten die Hucke volllügt und wessen Geschirr nun zu Bruch gehen sollte, sei dahingestellt: Ist es nun die alte und neue Kanzlerin und das COMPACT-Covergirl Mutti Merkel oder ist sie doch nur vom industriell-millitärische Komplex dazu gezwungen? Oder wollen vielleicht gar die schlitzohrigen Gernegroße aus Werder an der Havel ihre Verkaufsprognose erfüllen? Das entscheidet letztendlich der Souverän. Und der ist bei Presseerzeugnissen kein geringerer als der Leser. Oh, Quatsch, natürlich meine ich den Käufer. Verschwörungstheorien gehen ja immer ganz gut über den Ladentisch. Wahlkampf ist vorbei. Jetzt werden Pakte geschlossen. Die nächsten 1.000 Abonnenten bekommen ein COMPACT Bekenner-Shirt geschenkt.

Donnerstag, 03. August 2017

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MERKUR – Heft 4, 65. Jahrgang, April 2011

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Freitag, 30. September 2011

cos – autumn & winter 2011, forever modern

COS autumn winter 2011 forever modern catalog
Donnerstag, 06. Oktober 2011

Preußische Allgemeine Zeitung – Nr. 34, 1. Oktober 2011

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Montag, 10. Oktober 2011

THE RED BULLETIN – OKTOBER 2011

The Red Bulletin Ken Roczen
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