Montag, 14. Januar 2013

BELLA triste Nr. 34, Herbst 2012

BELLA triste 34 Herbst 2012

„Es gibt bei Kafka diese Stelle, ich glaube in einem Traumbild: Ein Mädchen steigt aus einem Wagen aus, sieht den Protagonisten und steigt sofort wieder ein. Das ist mir tatsächlich passiert. Nicht im gleichen Kontext, aber ich hatte schon immer das Gefühl, dass die Anwesenheit von mir schädlich auf andere wirkt. Ich bin ein Partykiller. Wenn ich in eine Gesellschaft komme, die gerade Spaß hat, dann sauge ich das ab. Ich weiß nicht, warum. Ich habe nichts an mir, bin nicht unhygienisch oder entstellt oder besonders ernst oder gar melancholisch. Man kennt das vielleicht eher im positiven Sinne. Da sagt man dann, jemand sei sehr charismatisch. Ich bin jemand, der Menschen krank macht, dadurch, dass sie ihm zu nahe kommen. Das ist eine ganz alte und gegen das Erwachsenwerden resistente Vorstellung.“

Clemens J. Setz im Interview

Was?

An der Hildesheimer Stiftungsuniversität werden die Studiengänge Kreatives Schreiben und Kulturjournalimsus (B.A.) und Literarisches Schreiben (M.A.) angeboten. In diesem Umfeld erscheint die Zeitschrift BELLA triste.

Turnus

„3 x jährlich“

Inhalt & Layout

Die Aufteilung in Literatur und Sekundärliteratur ist in der Farbgebung der Buchstaben angedeutet. Bei grün gibt es literarische Texte, bei rosa Analysen, Interviews und so. Ich habe einige Zeit gebraucht, um das zu kapieren.Mitunter scheinen mir in den literarischen Texten marginale Inhalte mit barocker Sprachlust umwattet zu sein. Positiv sei hier Moira Franks Geschichte „IN DISEM HAUS“ erwähnt, weil sie so grauselig und die Autorin noch so jung ist.

Erwerbsgeschichte & Verdikt

Vor gut 10 Jahren habe ich selbst mit einer Bewerbung am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig mein Glück versucht. Dort kann man auf ähnliche Weise das Schreibhandwerk lernen wie in Hildesheim. Im Anhang meiner Bewerbung waren die geforderten Arbeitsproben: Kurzgeschichten, die ich nie irgendwem zu lesen gegeben habe. Unter anderem gab es die Erzählung einer Ameise auf Beutefang (geschrieben in der Ich-Perspektive) und eine Story über einen Mann, der andere Menschen einfach in Sekundenbruchteilen verschwinden lassen kann und von dieser Fähigkeit an einer Strandpromenade gut Gebrauch macht. Das Zeug war husch-husch runtergehämmert, schlampig redigiert und die Bewerbung erfolglos.

Also ging ich an die Universität in Siegen, um etwas anderes zu lernen als schreiben. Dort traf ich Jemanden der war Rapper und den habe ich dann für mein damaliges Fanzine interviewt. Er brach kurze Zeit später sein Studium ab und verschwand nach Hildesheim. Als nächstes hörte ich von ihm, dass er Suhrkamp-Autor geworden war. Das Studium scheint also zu funktionieren und für ein Autorendasein in Lohn und Brot eines großen Buchverlags vorzubereiten.

Zurück zu BELLA triste: Zufälligerweise habe ich mir auf derselben Veranstaltung bei der ich diese Zeitschrift bekam, eine Kurzbiographie von Wolfgang Hilbig gekauft. Hilbig war Halbwaise, DDR-Bürger, über 15 Jahre Montagehelfer in Chemiewerken, Boxer, Alkoholiker, unentschlossener Literat und jahrelang mit Publikationsverbot belegt.

Ein Blick in das Autorenverzeichnis von BELLA triste zeigt, wie sehr manch junges Talent stipendiert und mit Preisen ausgezeichnet, gewissermaßen zertifiziert worden ist und damit in Lebenslaufpflege und Kompatibilität auf der Hilbig gegenüberliegenden Seite des Spektrums steht. Gewispert hat das Wort ‚Schreibschulstreber‘ einen wunderbaren Klang. Ja, hier spricht ein Abgewiesener. Von uns gibt es viele.

Was meinte Stephen King in seiner Semi-Biographie ‚On Writing‘ nochmal:

„Wo, wenn nicht im Unterricht für literarisches Schreiben, ist es schon zulässig eine dermaßen große Menge seiner Freizeit in der eigenen kleinen Traumwelt zu verbringen. Trotzdem: Brauchst du wirklich Jemanden, der dir ein Papierabzeichen mit dem Wort ‚Schriftsteller‘ anheftet bevor du glaubst einer zu sein? Mein Gott, ich hoffe nicht.“

Donnerstag, 03. August 2017

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