Montag, 15. August 2011

1963 – BOOK TWO: NO ONE ESCAPES…THE FURY

Alan Morre 1963 No One Escapes The Fury Image Comics

"Surely, only a backward and base-hearted bunch of barely-human barbarians would ever willingly wage war upon a cultured and cultivated country of comic consumers, as opposed to, say, some second-rate socialist set-up of subhuman stooges where serialized super-hero sagas are sadly seldom seen. Like Russia, for example."

Aus Al's Amphitheater "(in which our soflty spoken supremo salves the sensitive souls of his subjects with a straight-shootingsermon steeped in sense, sobriety and soulfulness)"

Was?

In den frühen 1990er Jahren gab es in der U.S.-Comic-Szene etwas, was im Musikbusiness oder Filmgeschäft öfter passiert: Ein paar unzufriedene, unterbezahlte Brotkünstler verlassen den großen Marktführer und gründen eine eigene Firma. In diesem Fall ist der Marktführer Marvel und die eigene Firma Image Comics.

Der große Wurf kam mit Todd McFarlanes Zwischenwelt-Gettho-Epos Spawn. Zumindest die Verfilmung, die wegweisend für die modernen Comicverfilmungen war (kein Scherz), sollte hinreichend bekannt sein. Auch der britische Autor Alan Moore – schon damals durch seine Geschichten Watchmen und V for Vendetta längst zur Legende geworden – hatte schon länger die Nase voll vom seinem Verlag DC, der neben Marvel der andere Marktführer war.

Also vereinten Moore und Image Comics ihre Power, um eine Reminiszenz an Silver Age Comicserien zu schaffen, die Marvel in den 1960er und 70er Jahren erfolgreich gemacht haben. In Book One herrscht beispielsweise Ausnahmezustand im Hauptquartier des Heldenquartetts Mystery Incorperated, die deutlich von den Fantastic Four abgekupfert sind. In einem anderen Band ist der Unbelievable N-Man unterwegs durch ein atomverseuchtes Gebiet und erinnert selbst Nicht-Comicleser schnell an den Hulk.

Hier in No One Escapes The Fury bestreitet ein junger Mann sein Heldendasein als zwischen New Yorks Häuserschluchten umherwirbelnder The Fury. Das führt zu problematischen Folgen für sein Privatleben hat. Klingt vertraut nicht wahr?

Turnus

Über den Frühling / Sommer 1993 erschienen sechs Hefte; jeweils monatlich. Dann war’s aus. Schneller als gedacht hatten sich Image und Moore miteinander zerstritten. Ein Sammelband in dem die 1963-Helden auf die neuen image-Figuren treffen kam nicht mehr zustande. Moore ist jetzt wieder im Untergrund. Image hat schnell den Markt mit mittelmäßigen Produkten überschwemmt. Nach einer Periode nachlassendes Erfolges hat sich Image Comics Anfang der 2010 wieder gefangen.

Auflage

Schaut man sich Angebote bei ebay an, scheint das Angebot die Nachfrage zu übersteigen.

Kioskpreis-Inhalts-Verhältnis

Gesamtseitenzahl inklusive Titelblatt: 36 Seiten
Ganzseitige Anzeigen: 6 Seiten, aber nur zwei davon echt. Der Rest ist Teil der Inszenierung:

Alan Moore 1963 comic fake ad  Preis: $ 1,95
Format: Heftchen
Preis pro Inhaltsseite: Fast 6 Cent

Erwerbsgeschichte

Siehe Auflage…

Vermutete Lesergruppe

Neben der Werbung hat man auch die Leserschaft sich gleich mit ausgedacht. Die fiktiven Briefe an die Redaktion zeigen ein Milieu aus Schuljungen und Muttersöhnchen, darunter viele Heimlichleser:

1963 alan moore comic fake letter

Titel

Ich mag wie der Auspuff vom Motor hängt, den Voidoid gerade auf The Fury werfen will. Dieser Motor als Waffe kommt in dem Heft nicht vor. Sowieso Voidoid: Er ist durch seine Farbgebung sicher schwer für die Leinwand zu adaptieren. Das ist bestimmt beabsichtigt. Alan Moore ist schließlich ein großer Verfechter des Comics als eigenständiges Format und Verächter ihrer Verfilmung.

Inhalt

Fury hat alle Hände damit zu tun Jetpack-Angreifer von einer geheimnisvollen Lieferung abzuhalten (wer auch immer die geschickt hat). Dann kommt noch der Erzfeind Voidoid mit einer perfiden neuen Waffe (kein Motor). Zu allem Überfluss zeigt sich, dass die geheimnisvolle Lieferung einen bösartigen weiteren Gegner zutage bringt.

Die Geschichte ist Teil einer laufenden Serie (die aber nur durch Verweise auf vergangene Nummern existiert). In der ganzen Action bekommt man aber einige Hintergründe mit, die in ihrer Knappheit zwar kaum befriedigen, aber die Fantasie durchaus anregen.

1963 No One Escapes The Fury back story1963 No One Escapes The Fury back story

Layout

Vom dünnen Papier über die grobe Farbrasterung bis zur Einarbeitung der Seitennummern stimmt hier jedes Detail. Nichts gegen ähnliche Versuche alte Comics nachzuempfinden, aber 1963 ist produktionstechnisch jeder Konkurrenz um Lichtjahre voraus. Kann bitte Jemand dieses Panel auf ein Shirt drucken?

1963 No One Escapes The Fury

Verdikt

Und die Russen? Den Meisten ging es 1993 sehr viel miserabler als 1963. Den Amis nicht. Wie relevant ist also dieser Comic? Und wie politisch korrekt? Das Fass will ich nicht aufmachen. Stattdessen konsumiere ich dieses Heft wie einen Film von Quentin Tarantino: als perfekte Zitatenmontage.

Mittwoch, 04. Oktober 2017

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