Donnerstag, 31. Juli 2014

P.M. MAGAZIN – 06/2013

P.M. Magazin 2013

„Letzes Jahr schafften die deutschen Kinos bei steigenden Zuschauerzahlen den stärksten Umsatz ihrer Geschichte. Ein ähnlich positives Bild bietet der größte Filmmarkt der Welt, die USA.Das Problem der Branche ist eher, dass die Vorführsäle während 80 Prozent der Öffnungszeiten leer stehen, weil die meisten Menschen nur abends ins Kino gehen. Darüber hinaus ist das Angebot aus Hollywood rückläufig. Zwischen 2008 und 2010 wurde dort ein Viertel weniger Filme mit Budgets von einer Million Dollar produziert als früher. Die Studios suchen ihr Heil in wenigen gewinnbringenden Blockbustern.“

Rüdiger Sturm über den Stand des Kinos im Jahr 2013.

Was?

‚Peter Moosleitners interessantes Magazin‘ war bis zum Jahr 2001 der Untertitel dieser Zeitschrift. So erklären sich die Initialen des Namens. Man könnte annehmen es handle sich wie bei Spektrum der Wissenschaft um den Ableger eines U.S.-amerikanischen Titels. Das ist aber nicht der Fall. Die P.M., in der viele Jahre vor Fernsehsendungen wie ‚Welt der Wunder‘ oder ‚Gallileo‘ Verblüffendes aus Wissenschaft zu einem leicht verdaulichen Themenpotpourri verquirlt wurde, ist eine Eigenschöpfung des Gruner + Jahr Verlags.

Moosleitner wurde mit der Konzeptionierung betraut, weil er sich unter anderem in der späten twen und als Chefredakteur der Zeitschrift Eltern verdient gemacht hatte. Sein Vorname war aber nicht Peter, sondern Gerhard Dietrich Maria. Der vom Verlag verbreiteten Legende nach, gab es nach zwei Jahren Planungsphase für P.M. immer noch keine ordentliche Idee für einen Namen der Zeitschrift. Das damalige Gruner + Jahr-Vorstandsmitglied Rolf Poppe schrieb dann etwas Idee auf einen Zettel und gab diesen Moosleitner in einem Kuvert verschlossen mit nach München. Dort öffnete Mossleitner ihn. Er fand in Ordung, was darauf las. Der Rest ist Geschichte

Auflage

Am 4. Oktober 1978 erschien das Heft in einer Startauflage von 200.000 Exemplaren. Seitdem hat sich wenig bei den Zahlen geändert. Nach Angaben der IVW wurden im zweiten Quartal 2014 284.167 Hefte gedruckt und davon 195.166 verkauft. Wohlgemerkt setzte man Ende der 1990er fast doppelt so viele Kopien ab.

Turnus

Monatlich

Preis

Das Einzelheft kostet am Kiosk 3,50,- €; im Abo bekommt man es für 10 Cent billiger. Studenten, die sich für den regelmäßigen Bezug entscheiden, sparen sogar 60 Cent pro Heft.

Vermutete Zielgruppe & Werbung

Der spätere Herausgeber der Zeitschrift Dummy, Oliver Gehrs, fand im Jahr 1999 für die Berliner Zeitung heraus aus, dass laut Statistik fast die Hälfte der P.M.-Leser Single seien. „Sie haben also nicht nur keine hübsche Frau, sondern im Zweifelsfall gar keine. Nur P.M.“

Wenn ich eine Zeitschrift in der Hand habe, in dem Fernsehsender – sogar das ZDF – werben und von der es zahlreich Rätselheftableger gibt, sehe ich diese Zeitschrift vor allem in den Hobbykellern eines in den frühen 1970er Jahren gebauten westdeutschen Vorstadthauses oder am Computertisch eines seit Jahrezehnten verheirateten Pensionsiten. Ich sehe die P.M. nicht neben der Spielkonsole seines sexuell immer noch unerfahrenen, spätgeborenen Sohnes oder auf dem Beifahrersitz eines vereinsamten 35jährigen Außendienstmitarbeiters einer großen Versicherung. Also tendiere ich anders als Gehrs eher zu „alte Frau“ als zu „keine Frau“.

Erwerbsgeschichte & Inhalt

Fassen wir uns kurz. Letzten Sommer führte ich mit Freunden ein Gespräch über Rassismus oder die Entstehung der Arten oder so. Wir kamen auf den Ursprung des Menschen zu sprechen. Es gibt plausible anthropologische Annahmen, dass dieser Ursprung auf dem afrikanischen Kontinent liegt. Von dort aus ging die große Wanderung los. Die Zweibeiner verteilten sich in unterschiedlichen klimatischen und geographischen Regionen. Durch Genuntersuchungen wurden die südafrikanischen Khoisan als die älteste existierende Menschengruppe definiert. Sie haben auch den größten Gen-Variantenreichtum. Alle anderen Menschengruppen haben ein weit weniger üppiges Genom. Faszinierend, würde Spock sagen.

Zwei Tage später habe ich dieses Heft als unterstützendes Recherchematerial bekommen. Am meisten Spaß machen die Kurztexte, die leicht verdaulich über das gesamte Heft verteilt sind. Dank dieser Texte weiß ich jetzt, dass es in Deutschland (nahe Dülmen) noch Wildpferde gibt und dass der härteste Knochen des Menschen den Hörsinn schützt. Alles sicher ganz brauchbares Wissen.

Titel & Layout

Internetkommentaren nach zu urteilen war ein großer Charme des Heftes, dass es detailreiche Zeichnungen und Montagen gab, die genau zeigten wie beispielsweise künftige Raumstationen aufgebaut sein könnten. Inzwischen wird viel mit Computerbildern collagiert. Leicht unzeitgemäß wirkt das bisweilen. Auch werfen sich dabei Fragen auf; zum Beispiel bei der Grafik auf der Leserbrief-Seite. Warum ein Steckerkabel? Und wo in unserem Sonnensystem soll sich die Steckdose dafür befinden? In der Sonne?

Steckerkabel um Erde

Verdikt

Es gibt im Internet eine gewisse Häme was die P.M. betrifft. Oft kommt diese Häme von einer Generation Männer, die als Schuljungen in den 1980ern Jahren die P.M. als Ergänzung zu den MAD Heften und WasIstWas-Büchern gelesen haben. Für sie war P.M. gewissermaßen die Einführung in ernsthafte Lektüre. Später kritisieren jene Leser wie Bernd Hader oder Marcus Anhäuser, dass sich seit Anfang der 1990er die Themen wiederholen würden und das Heft insgesamt einen Hang zur Mystik und Esoterik habe.

Vielleicht mag dies auch an Moosleitners Abgang im Jahr 1994 liegen. Den Posten als Chefredakteur übernahm Hans-Hermann Sprado. Es folgte die Zeit der Höchstauflagen. Sprado blieb 20 Jahre in seinem Verantwortungsbereich. Auch hier führt sein Editorial das in diesem Fall von Inka- und Ufo-Geschichten vollkommen freie Heft an.

Vergangene Woche Donnerstag ist Sprado mit 58 Jahren verstorben. Sein Tod hat weit weniger Betroffenheitserklärungen in der Medienwelt hervorgerufen als das ebenfalls überraschende und frühe Ableben des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher vor anderthalb Monaten. Sowohl Schirrmacher als auch Spado gewann ihre Leser durch steile populärwissenschaftliche Aussagen. Für einen mit dem von Schirrmacher vergleichbaren Erfolg haben Sprado aber die Bestseller gefehlt, auch wenn er einige im Mode- und Medienmillieu angesiedelte Thriller geschrieben hat.

Hans-Hermann Sprado 2013

Wie geht der Spruch nochmal in diesem Jim Carrey-Film: „Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen dir alles glauben, wenn du sagst, dass Wissenschaftler das herausgefunden haben.“

Ich fand schon im Abi Deutschunterricht besser als Bio. Da hatte zumindest niemand behauptet irgend etwas sei wissenschaftlich bewiesen. Übrigens arbeitet die Bekannte, die mir dieses Heft geschenkt hat im Fraunhofer-Gesellschaft. Und sie ist dort keine Putzfrau.

Donnerstag, 09. August 2018

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